Windkraftanlagen - notwendig oder schädigend

Die EVP Wetzikon und Hinwil luden zu einem kontradiktorischen Info-anlass zum Thema Windkraft. Und die Leute kamen. Der Kronensaal war mit über 80 Interessierten sehr gut besetzt.

Wie viel Energie brauchen wir in zwanzig Jahren? Wie wirkt sich die Verschiebung des Energieverbrauchs von fossiler zu erneuerbaren Energien aus? Wie gross ist das Potenzial von Windenergie im Kanton Zürich?

Fragen über Fragen. Viele der zahlreichen Anwesenden erklärten, dass sie sich noch nie mit dem Thema Windengergiegewinnung im Zürcher Oberland befasst haben. Andere sind, als erklärte Befürworter oder Gegnerinnen gekommen und wollten ihrer Überzeugung Gehör verschaffen.

Verschiedene Vorstösse im Kanton und in den Gemeinden

Die Wetziker EVP-Parlamentarierin Andrea Grossen-Aerni führte in das Thema ein und erläuterte, was in den verschiedenen Gemeinden im Zürcher Oberland politisch derzeit in Sachen Windenergiegewinnung geht. Kantonsrat Daniel Sommer erklärte den Willen von Baudirektor Martin Neukom, der in der Windenergie saubere Energie aus der Region für die Versorgungssicherheit speziell im Winter sieht und Windkraftwerke in zahlreichen Potentialgebieten im Kanton Zürich als zukunftsweisend.

Rentabilität gering

Dozent und Lernberater Pierre-Yves Martin und der Mathematiker Martin Maletinsky vertraten die Kritiker von Windkraftwerken im Zürcher Oberland. Neben den landschaftlichen Aspekten, welche an Visualisierungen veranschaulicht wurden, betonten die beiden Vertreter von «Freie Landschaft Schweiz» die mangelnde Rentabilität von Windkraftanlagen in diesen Breitengraden.

Wind- ergänzt Sonnenenergie

Daniel Diggelmann von Pro Wind ZH aus Wald definierte die Windenergie als einheimische und saubere erneuerbare Energie. Er legte dar, wie eine wachsende Bevölkerung auf die Realisierung aller möglichen Potentiale angewiesen ist. Windenergie, die vor allem im Winterhalbjahr anfällt, ergänze den Solarstrom, der seine Stärke im Sommer habe, in idealerweise und lasse die Wertschöpfung in der Region.

«Unsere Landschaft nicht aufs Spiel setzen!»

Der kontradiktorische Anlass wurde von Dorothe Kienast, Wetzikon geleitet. Bezeichnend für die unterschiedlichen Sichtweisen diskutierten die einen «Windrädli», die anderen «Windkraftanlagen».

Stellvertretend für die Zuhörenden, welche aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr zu Wort kamen, das Votum eines älteren Einwohners aus Wernetshausen, der dazu ermahnte, das Bachtelschutzgebiet nicht aufs Spiel zu setzen. (evp)

EVP Matinee ethisches Unternehmertum, 30.09.2023 im Kronensaal in Wetzikon

Mit den drei Unter­neh­mern Nik Gug­ger, Daniel Som­mer und Michael Mül­ler dis­ku­tier­ten wir anläss­lich einer Mati­nee im Kro­nen­saal Wet­zi­kon dar­über, was ethi­sches Unter­neh­mer­tum aus poli­ti­scher und wirt­schaft­li­cher Sicht bedeu­tet und vor allem auch, wie die drei Unter­neh­mer ethi­sches Unter­neh­mer­tum in ihren eige­nen Unter­neh­men kon­kret leben und umset­zen.

Respekt, Würde und Gerech­tig­keit hal­ten unsere Gesell­schaft zusam­men. Darin dür­fen Armut, Aus­beu­tung und Zer­stö­rung unse­rer Umwelt kei­nen Platz haben. Um mehr Ver­ant­wor­tung fürs Gemein­wohl zu über­neh­men, braucht es ethisch han­delnde Unter­neh­men.

Aus die­ser Über­zeu­gung her­aus hat die EVP Bezirk Hin­wil die drei Unter­neh­mer Nik Gug­ger (Win­ter­thur, Inha­ber u.a. von Herz­kraft­werk AG Con­Cor­dis GmbH, Natio­nal­rat, Win­ter­thur), Daniel Som­mer (Affol­tern a.A., Inha­ber Som­mer­holz, Kan­tons­rat und Michael Mül­ler (Hom­brech­ti­kon, CEO Ancora Mei­le­s­tei, Wetzikon/Maur/Wil) ein­ge­la­den um von ihnen zu hören, was für sie ethi­sches Unter­neh­mer­tum bedeu­tet. 

Die drei Unter­neh­mer führ­ten ein­drück­lich aus, wie viel­fäl­tig die Aspekte zu einem ethi­schen Unter­neh­mer­tum sind. Sei es das Füh­rungs­ver­ständ­nis und die Unter­neh­mens­kul­tur in der Unter­neh­mung selbst, der gesell­schaft­li­che Bei­trag z.B. als Arbeit­ge­ber oder Steu­er­zah­ler, oder auch das Wirt­schaf­ten mit Ver­ant­wor­tung gegen­über Mensch und Umwelt. Die span­nen­den Bei­spiele der drei Unter­neh­mer und die ange­regte Dis­kus­sion zeigte: ethi­sches Wirt­schaf­ten kann nicht ein­fach 'gefor­dert' wer­den und Punkt. Es gilt Rah­men­be­din­gun­gen zu schaf­fen, wel­che ethi­sches Wirt­schaf­ten auch för­dert und belohnt. Wir ste­hen alle in der Ver­ant­wor­tung. Sei es bei der Arbeit, im poli­ti­schem und gesell­schaft­li­chem Enga­ge­ment oder auch als Kon­su­ment.

Wir bli­cken auf einen span­nen­den Vor­mit­tag mit ange­reg­ter Dis­kus­sion zurück, wel­che von den Gemein­de­rä­tin­nen Carola Arn, Rüti und Heidi Weiss, Bauma gekonnt geführt wurde.

EVP Bezirk Hin­wil

Die EVP hat am 7. September ins Hunziker Areal in Zürich-Leutschenbach zu einer vielschichtigen Veranstaltung eingeladen.

Das erste Projekt auf dem Hunziker Areal in Zürich-Leutschenbach der Baugenossenschaft «mehr als wohnen» gibt Antworten auf veränderte Wohnbedürfnisse und gesellschaftlichen Wandel. Ihre Vision ist die 2000-Watt-Gesellschaft. Energieeffiziente Gebäude, neue Technologien, wenig Autos, bewusster zusammen wohnen durch gemeinsame Aktivitäten: Projekte, Feste, Nachbarschaftshilfen, Teilen, usw. unterstützen einen umweltschonenden Lebensstil und sparen Ressourcen.

Nach dem Rundgang durch das Areal, begrüsste Sandra Gallizzi, Gemeinderätin und Präsidentin EVP des Kreises Zürich 11/12 die vier Referenten, Dr. Felix Ruther führte ins Thema ein. Ihre kurzen Inputs im Sinn von Sokrates: «Konzentriere deine Kraft nicht auf das Bekämpfen des Alten, vielmehr formuliere das Neue».

Matthias Probst, Vizepräsident «mehr als wohnen», Gemeinderat der Grünen in Zürich, selbst Mitbewohner in einer vierzehnköpfigen Cluster-WG, führte den Rundgang durch die über 13 energieeffizienten Gebäuden mit 1300 Bewohner, Gebäude, die mit unterschiedlichsten Baumaterialien erstellt wurden. Ein wichtiges Ziel war die Annäherung an die 2000Watt-Gesellschaft. Die gute Isolation der Gebäude erlaubt es, dass nur wenige Wochen geheizt werden muss, was mit der Abwärme vom nahen Rechenzentrum geschieht.

Begegnungs- und Spielplätze, wie die Allmend Räume, sind Treffpunkte. Eine gut eingerichtete Werkstatt, Sauna und einiges mehr, die grosszügigen Treppenhäuser und knapp gehaltene Loggias veranlassen aus dem Haus herauszugehen. Anfallende Arbeiten für die Quartiergemeinschaften werden geteilt und ehrenamtlich ausgeführt. Die Bewohnenden sollen sich auf natürliche Weise begegnen und in Kontakt kommen. Damit die Siedlung nicht zur Schlafstadt wird, sind die Erdgeschosse dem Gewerbe vorbehalten. Auf den Grünflächen können richtige Bäume wachsen, da es fast keine Tiefgaragen und kaum oberirdische Parkplätze braucht, weil die Bewohnenden keine eigenen Autos besitzen.

Peter Strack, Autor des Buchs «Praktisch & Nachhaltig». Leider bestätigte es sich in seiner Forschungsarbeit, dass allein mit neuen innovativen technologischen Errungenschaften sich das Ziel bis 2050 nie erreichen lässt. Es braucht begleitend einen Gesinnungswandel von uns allen, zur Genügsamkeit. Hier auf dem Areal wird aber eine hohe Lebensqualität, trotz Einschränkungen erreicht.

Seraina Kiener. Als Bewohnerin zeigte sie die differenzierten Beziehungsmöglichkeiten zu Wohnungsnachbarn, im Haus und auf dem Hunziker-Areal. Als Psychologin im Forschungsgebiet Klimawandel und seine Auswirkungen erklärt sie, dass die meisten akzeptieren, dass der selbst verursachte Klimawandel ein ernsthaftes Problem ist und Veränderungen dringend notwendig sind, um ein sicheres Klima wiederherzustellen. Trotzdem vermeiden es aber viele, darüber nachzudenken, ihr Verhalten zu ändern. Es gibt zahlreiche psychologische Faktoren, die zur Vermeidung, Verharmlosung und Verleugnung beitragen. Es gilt den Umgang mit Gefühlen, die der Klimawandel auslöst, wie Trauer, Angst und Wut zu lernen, damit diese uns nicht überwältigen und zur Verdrängung führen. Sie anzuerkennen, mit anderen darüber das Gespräch und soziale Unterstützung zu suchen, sind wirksame Strategien, um Klimaängste und -sorgen zu bewältigen.

Daniel Sommer, Kantonsrat und Nationalratskandidat. Als Nationalrat möchte er Antworten auf unseren gewöhnlichen Alltag: Wie lässt sich eine intakte Umwelt erhalten? Was erfordert der Kampf für eine Energieversorgung aus einheimischen, erneuerbaren Quellen? Wo müssen wir mutiger und innovativer sein, um unsere Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren? Welche Investitionen in Wasserkraft, Solaranlagen oder Windenergie stärken auch unser Gewerbe und schaffen Arbeitsplätze der Zukunft?

In Bern möchte er für tragfähige Kompromisse kämpfen. Denn eine enkelfreundliche Zukunft können wir nur zusammen bauen. Keine Kompromisse will er eingehen, wenn Ethik zur blossen Worthülse verkommt und Greenwashing lediglich Tatenlosigkeit verbirgt. Die Grundwerte unseres christlich-abendländischen Kulturkreises geben ihm die Richtung vor.

Ein Apéro Riche im Restaurant auf dem Areal liess die Gäste verweilen und den Abend gemütlich ausklingen.

Philipp Probst

Hoffnung stiften, miteinander unterwegs

zum kommenden Kirchentag vom 6. - 9. Juli 2023

Die Hoffnung auf eine gute Zukunft taumelt. Was an Lebenswerten auch für kommende Generationen entscheidend wichtig ist, droht zu schwinden. Da ist mir der kommende Kirchentag in seiner thematischen Ausrichtung ein ermutigender Hoffnungsschimmer. Menschen aus verschiedensten Kirchen wagen es, als Hoffnungs-Vermittler zu feiern und zu agieren.

Ja, dazu fordert Jesus Christus heraus. Auch mich persönlich. Sein Ruf ist eindeutig. Christus erlöst und befreit! Menschen und die ganze Schöpfung sind ihm über alles wichtig. Er will mich an seiner Seite. Ich darf mit seinen Augen sehen lernen. Liebevoll und fürsorglich mit anderen Menschen unterwegs sein, mit ihnen nach hoffnungsvollen Perspektiven suchen.

Sei es, dass meine Frau und ich Flüchtlingen ein neues Zuhause bieten. Sei es als Vater einer Grossfamilie, meinen 23 Enkelkindern bewusst Begleiter zu gelingendem Leben sein wollen. Sei es in meiner Verantwortung von sozialen Organisationen, Leitung und Mitarbeitenden eine wertschätzende und motivierende Stütze zu sein. Sei es als Präsident der grössten Naturschutzorganisation unseres Kantons, im Kampf für eine schöpfungsgerechte Biodiversität. Sei es als pensionierter Biobauer: Ich unterstütze Sohn und Schwiegertochter im schöpfungsnahen Bauern.

Christus gibt uns Hoffnung. In allem, was uns anvertraut ist, will Glaube Hände und Füsse bewegen. Das ist am Kirchentag 2023 zu feiern und so auch zu leben! 

Gerhard Fischer

Zum Klima-Gesetz, Abstimmung 18. Juni 2023

EVP Bäretswil

Wir empfinden es als höchst bedenklich, wie ein wichtiges und effektives Gesetz, welches schützt was uns wichtig ist, so heftig mit an den Haaren herbeigezogenen, egoistischen Argumenten bekämpft wird:

Wem das Überleben nachfolgender Generationen in einer möglichst intakten Umwelt am Herzen liegt, begrüsst die Massnahmen des vorliegenden Klimaschutz-Gesetzes.

Gerade jene, welche immer auf Eigenverantwortung pochen, müssten den Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative, der den effektiven Klimaschutz ohne neue Verbote und Steuern will, begrüssen. Im Weitern ist die Gesetzesvorlage geprägt von wirtschaftlichen Anreizen. Mit dem pragmatischen Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative wird eben gerade auf Investitionen und die Förderung von Innovationen gesetzt. Das Klimaschutz-Gesetz macht unsere Schweiz und ihre Wirtschaft zukunftsfähig und befreit uns von der Abhängigkeit von Öl- und Gas-Importen aus zunehmend unsicheren Ländern, welche unseren demokratischen und ethischen Grundwerten widersprechen.

Wir wollen dezidiert nicht nur kurzsichtigen Eigennutz. Wir wollen Verantwortung für kommende Generationen übernehmen und sagen deshalb aus Überzeugung JA zum Klima-Gesetz

Gerhard und Christian Fischer, Elisabet Marzorati, Philipp Probst, Markus Rechsteiner, Urs Fischer

«Bäretswil: SVP lässt Federn!»

Zu den Behördenwahlen 2022 in Bäretswil von Sam Urech unter Nau.ch Lokal ein interessanter Artikel: "SVP lässt Federn!»

EVP Bäretswil zur Initiative der «IG Turnhallen Adetswil»

(Urnenabstimmung vom 13. Februar 2022)

Dass in Adetswil die äusserst baufällige Turnhalle ersetzt werden muss, ist unbestritten und dringend. Dies begrüsst die EVP.

Der Platz auf dem Schulareal ist jedoch schon jetzt begrenzt und lässt im Gegensatz zur Forderung der Initiative dort keine zweite Turnhalle zu. Dies auch deshalb, weil in Adetswil zusätzlich eine Aula, ein Blockzeitenraum und ganz besonders auch genügend Pausenraum inskünftig für einen vernünftigen Schulbetrieb unverzichtbar sind.

So sehr der Wunsch von Vereinen für mehr Hallenkapazität nachvollziehbar ist, so ist es angezeigt, die aktuellen Bedürfnisse der Schule höher zu priorisieren.

Aus diesen Gründen kann die EVP einer zweiten Halle, welche leider nur zu Ungunsten des Platzbedarfs der Schule Adetswil verwirklicht werden könnte, nicht zustimmen. Sie lehnt die Initiative ab und unterstützt den Gegenvorschlag des Gemeinderates.

Für das Gespräch über den Bau einer weiteren Halle zu gegebener Zeit an einem anderen Ort in Bäretswil, ist die EVP durchaus bereit.

Presse aus Bäretswil

EVP unterstützt Schulausbau Maiwinkel, Nov. 2020

Die EVP Bäretswil stimmt dem Objektkredit zur Sanierung des Schulhauses Maiwinkel einstimmig zu. Sie begrüsst die Erhaltung und den Ausbau des Schulstandorts in der Aussenwacht grundsätzlich. Die Differenz gegenüber der ursprünglichen Grobkostenschätzung und dem nun vorliegenden Kostenvoranschlag sei zudem transparent und nachvollziehbar, wie die Partei mitteilt. Die EVP Bäretswil ist im Weiteren der Meinung, dass die Finanzsituation der Gemeinde Bäretswil mit dem vergleichsweise sehr tiefen Steuerfuss sehr gut sei und deshalb auch die weiteren Investitionsvorhaben wie der Ausbau der Turnhalle Adetswil und der Schulanlage Dorf nicht aufgeschoben werden sollten. Den Geschäften der Gemeindeversammlung stimmt die EVP ebenfalls einstimmig zu.

Presse der kantonalen EVP Zürich

Medienmitteilung der kantonalen Partei

Aktuelle Medienmitteilungen der EVP Schweiz

23.02.2024  | EVP: Keine neue Steuerstrafe für klassische Familienmodelle

Der Bun­des­rat hat diese Woche sei­nen Gegen­vor­schlag zur Volks­in­itia­tive «Für eine zivil­stands­un­ab­hän­gige Indi­vi­dual­be­steue­rung» ver­ab­schie­det. Der Wech­sel weg von der gemein­sa­men Besteue­rung von Ehe­paa­ren hin zur Indi­vi­dual­be­steue­rung würde zwar vor der Hand die Hei­rats­strafe bei der Bun­des­steuer end­lich abschaf­fen. Gleich­zei­tig brächte er jedoch eine neue inak­zep­ta­ble Dis­kri­mi­nie­rung: Der Bund räumt selbst ein, dass mit dem neuen Steu­er­sys­tem unterm Strich Fami­lien mit nur einem Erwerbs­ein­kom­men oder einem nur nied­ri­gem Zweit­ein­kom­men steu­er­lich höher belas­tet wer­den dürf­ten. Die Hei­rats­strafe würde damit durch eine Fami­li­en­strafe für klas­si­sche Fami­li­en­mo­delle ersetzt. Dies lehnt die EVP ent­schie­den ab.

Der indi­rekte Gegen­vor­schlag des Bun­des­rats im soge­nann­ten Bun­des­ge­setz über die Indi­vi­dual­be­steue­rung sieht vor, alle Per­so­nen unab­hän­gig von ihrem

Der Bundesrat hat diese Woche seinen Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Für eine zivilstandsunabhängige Individualbesteuerung» verabschiedet. Der Wechsel weg von der gemeinsamen Besteuerung von Ehepaaren hin zur Individualbesteuerung würde zwar vor der Hand die Heiratsstrafe bei der Bundessteuer endlich abschaffen. Gleichzeitig brächte er jedoch eine neue inakzeptable Diskriminierung: Der Bund räumt selbst ein, dass mit dem neuen Steuersystem unterm Strich Familien mit nur einem Erwerbseinkommen oder einem nur niedrigem Zweiteinkommen steuerlich höher belastet werden dürften. Die Heiratsstrafe würde damit durch eine Familienstrafe für klassische Familienmodelle ersetzt. Dies lehnt die EVP entschieden ab.

Der indirekte Gegenvorschlag des Bundesrats im sogenannten Bundesgesetz über die Individualbesteuerung sieht vor, alle Personen unabhängig von ihrem Zivilstand individuell zu besteuern. Der Verheiratetentarif würde wegfallen, der Kinderabzug erhöht und auf die Eltern aufgeteilt. Für Ehepaare mit nur einem Einkommen oder einem nur niedrigen Zweiteinkommen dürfte dies, so der Bundesrat in seiner Stellungnahme, bereits in den mittleren Einkommensklassen zu steuerlichen Mehrbelastungen für die betroffenen Familien führen. Das heisst, dass Familien steuerlich benachteiligt würden, in denen sich ein Elternteil entscheidet, zur Selbstbetreuung der Kinder gar nicht oder nur im geringen Umfang einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.


«Endlich will der Bundesrat die verfassungswidrige Heiratsstrafe bei der Bundessteuer abschaffen. Wir wollen jedoch nicht, dass er sie durch eine Diskriminierung von Familien mit einem Einkommen oder geringem Zweiteinkommen ersetzt. Alle Familienmodelle müssen gleichbehandelt werden».

Nik Gugger, Nationalrat EVP, ZH

Kommt hinzu, dass die Umsetzung dieses Steuersystems einen deutlich höheren administrativen Aufwand und entsprechende Kosten verursachen würde.
Neben der Abschaffung der Heiratsstrafe bei der Bundessteuer will die EVP angesichts zunehmender Altersarmut vor allem auch die verfassungswidrige und willkürliche Bestrafung von Ehepaaren bei den Renten endlich beseitigen. Verheiratete Paare erhalten, obwohl beide gearbeitet haben, im Alter zusammen nur 1,5 Renten, während unverheiratete Paare zusammen zwei Renten ausgezahlt bekommen. Die beiden Initiativen der Parteien die Mitte und EVP zur Abschaffung dieser Heiratsstrafen bei Bundessteuer und Renten, befinden sich im Schlussspurt.

«Wenn alle Unterstützenden im Endspurt nochmals voll motiviert sammeln, sollten wir die benötigten Unterschriften für die beiden Initiativen gegen die Heiratsstrafe bei Steuer und Rente zusammen bekommen.»
Lilian Studer, Parteipräsidentin EVP

Kontakt:
Lilian Studer, Parteipräsidentin EVP Schweiz: 076 575 24 77
Nik Gug­ger, Natio­nal­rat: 079 385 35 35
François Bachmann, Vizepräsident (Romandie): 079 668 69 46
Roman Rutz, Generalsekretär: 078 683 56 05
Dirk Meisel, Leiter Kommunikation: 079 193 12 70

31.01.2024  | Generalsekretär Roman Rutz tritt zurück

Roman Rutz, 38, tritt auf Ende Juli 2024 nach sechs Jah­ren als Gene­ral­se­kre­tär der EVP Schweiz aus fami­liä­ren Grün­den zurück. Par­tei– und Geschäfts­lei­tung bedau­ern den Ent­scheid aus­ser­or­dent­lich und dan­ken Roman Rutz von Her­zen für sein enor­mes Enga­ge­ment für die Par­tei. Die Suche nach einer Nach­folge ist bereits in die Wege geleitet.

Der Ent­scheid zur Abgabe des Amtes fiel bereits lange vor den letz­ten Wah­len und ist rein fami­liä­rer Natur: Die Fami­lie mit zwei klei­nen Kin­dern zieht

Roman Rutz, 38, tritt auf Ende Juli 2024 nach sechs Jahren als Generalsekretär der EVP Schweiz aus familiären Gründen zurück. Partei- und Geschäftsleitung bedauern den Entscheid ausserordentlich und danken Roman Rutz von Herzen für sein enormes Engagement für die Partei. Die Suche nach einer Nachfolge ist bereits in die Wege geleitet.

Der Entscheid zur Abgabe des Amtes fiel bereits lange vor den letzten Wahlen und ist rein familiärer Natur: Die Familie mit zwei kleinen Kindern zieht wieder zurück in die Ostschweiz in die Nähe von Familie, Grosseltern und Freunden. Partei- und Geschäftsleitung bedauern den Entscheid sehr. Parteipräsidentin Lilian Studer:


«Wir verstehen den Entscheid zwar, bedauern ihn jedoch ausserordentlich. Schon jetzt möchte ich Roman Rutz ein riesiges Dankeschön aussprechen für sein enormes Engagement und die allzeit Top-Leistungen, die er für unsere Partei erbracht hat».

Lilian Studer, Parteipräsidentin EVP Schweiz

 

Roman Rutz hatte die Leitung des Generalsekretariats der EVP Schweiz 2018 übernommen. Mit unaufgeregter, zielstrebiger Hand hatte er die Partei unter der damaligen Parteipräsidentin Marianne Streiff erfolgreich durch das Wahl- und 100-Jahre-Jubiläumsjahr 2019 gesteuert. In seiner Amtszeit leistete er einen massgeblichen Beitrag zur strategischen und politisch-inhaltlichen Positionierung der Partei, ebenso zum Aufbau und Pflege der Parteibasis in den Kantonen.

Die Geschäftsleitung hat den Findungsprozess für eine geeignete Nachfolge bereits gestartet.

Fotos:

Roman Rutz 

Kontakt:
Lilian Studer, Parteipräsidentin: 076 575 24 77
François Bachmann, Vizepräsident (Romandie): 079 668 69 46
Roman Rutz, Generalsekretär: 078 683 56 05
Dirk Meisel, Leiter Kommunikation: 079 193 12 70