Statement zum Rücktritt von JEVP-Co-Präsidentin Lea Blattner
Große Ehre
Es ist mir eine große Ehre, heute zu euch kommen zu dürfen und gemeinsam mit euch den Geburtstag der Schweiz zu feiern. Ich habe gesehen, dass ihr bereits ein tolles Programm vorbereitet habt – mit schöner Musik, dem Steinstossen und selbstverständlich der Nationalhymne. Ich hätte gerne beim Steinstossen mitgemacht, doch leider konnte ich nicht früher kommen. Zunächst also vielen Dank für die Einladung und für die Organisation dieses schönen Festes.
Wer spricht zu Ihnen?
Geboren bin ich in Bern – wie ihr sicherlich schon gemerkt habt, ich erspare mir die Übersetzung – und lebe seit über 30 Jahren hier, in Freienstein‑Teufen, ganz unten im Tösstal bei Bülach. Ich bin gerne zu euch gekommen – nicht nur, weil ich heute im Wappen von Bäretswil ebenfalls ein Bär bin –, sondern weil ich mich als Präsident der Bank Avera im Zürcher Oberland mit der Region sehr verbunden fühle. Regelmäßig bin ich in der Umgebung von Wetzikon und in der weiteren Region unterwegs.
Gedanken zum Geburtstag der Schweiz
Ich habe mir überlegt, was ich euch zum Geburtstag der Schweiz mit auf den Weg geben kann. In der Regel hat man am 2. August schon wieder vergessen, was man am 1. August an Reden gehört hat. Meist erinnert man sich noch an die Bratwurst vom Grill oder an eine kernige Aussage wie zum Beispiel: "Gring abä und secklä" (Anita Weyermann, später Altbundesrat Maurer).
Heute feiern wir das Geburtstagskind Schweiz.
Geht man zu einem Geburtstagsfest überlegt man sich ja, was man dem Geburtstagskind schenken könnte oder was man ihm sagen bzw. mitgeben will.
Was können wir der Schweiz schenken?
Wir zahlen doch schon alle Steuern? Steuern sind keine Geschenke, sondern es gibt eine Gegenleistung dafür, es sind Abgaben, die Gemeinde, der Kanton und der Bund braucht, damit wir eine Landesverteidigung haben, damit wir gute Strassen und Spitäler und Schulen haben etc. Also das meine ich nicht. Was können wir also der Schweiz schenken? Die Schweiz, das seid ihr, das bin ich, das bist Du. Was können wir schenken? Hier einige Beispiele:
Dein Engagement, Deine Zeit:
in der Politik, in Vereinen, in der Familie, bei Nachbarn – einfach ein Teil unseres Lebens, so wie hier an diesem Fest. Dass du heute da bist, ist ein Geschenk; jede und jeder, die oder der gekommen ist, bereichert die dieses Geburtstagsfest.
Wenn man an einem Geburtstagsfest nicht weiss, was schenken, kann man wenigstens eine schönes Kärtli schreiben, wo wir dem Geburtstagskind etwas wünsche oder wir uns bei ihm bedanken. Und das kann jeder, ein Kärtli für die Schweiz, für Bäretswil oder Wapperswil schreiben, wo man etwas Gutes dem Geburtstagskind wünsch.
Mutige nach vorne
Wer ist von Euch mutig und kommt spontan nach vorne, um zu sagen, was er dem Geburtstagskind Gutes wünscht und aufs Geburtstagskärtli schreiben würde?
Mein Geburtstagskärtli für die Schweiz
Ich habe mir selbst auch noch ein paar Gedanken, was ich aufschreiben würde. Fünf Sachen sind mir in den Sinn gekommen, wofür bin ich dankbar – in der Schweiz und in Bäretswil
1) Wir leben in einem Rechtsstaat (Verträge werden eingehalten, das Wort gilt, man vertraut einander)
2) Wir leben in einer Demokratie – das klingt abgedroschen, aber es beeindruckt mich immer wieder, dass wir alle wählen und abstimmen dürfen, unsere Meinung äußern, einander zuhören, Respekt zeigen und gemeinsam nach Lösungen suchen. (Erlebnisse im Kantonsrat, gemeinsames Fußballspielen)
3) Wir leben in einer wunderschönen Natur: Wir dürfen eine Landschaft genießen mit Wäldern, Bauernhöfen und hochwertigen lokalen Produkten – ein enormes Privileg, das wir schützen sollten.
4) Wir sind dankbar für eine erstklassige Infrastruktur, im Bereich der Gesundheit, Bildung, Verkehr) und starken und innovativen Wirtschaft (viele Top KMU’s). Eine Vielzahl von Lehrbetrieben, hervorragende Handwerkerinnen und Handwerker, forschungsstarke Hochschulen und innovative Unternehmen – das ist das Fundament unserer starken Wirtschaft.
5) Und ich bin dankbar, dass wir in Frieden und Freiheit leben dürfen – etwas, das es mit allen Mitteln zu bewahren gilt.
An ein Geburtstagsfest bringt man nicht nur ein Geschenk und oder schreibt ein Kärtli, nein ein Geburtstagsfest wird auch erst zum Fest durch die tolle Musik, das Steinestossen, das gemeinsame Essen und natürlich die Blumen und die schönen Schweizerfahnen als Symbol für unser Land. Überall hängen am 1. August Schweizerfahnen – auch bei mir im Garten hängt eine. Dazu ein paar persönliche Gedanken.
Zuerst hatte ich vor meinem Haus eine kleine Schweizer-Fahne an einem kleinen Mast. Mein grosses Haus steht auf einem Hügel und ist gut sichtbar, also dachte ich mir: Da braucht es etwas Repräsentativeres. Also kaufte ich eine größere Schweizer-Fahne.
Kann mir jemand kurz helfen, die Fahne zu zeigen?
Zunächst wirkte sie eindrucksvoll, doch mit der Zeit verlor sie an Farbe und war schließlich nur noch groß, nicht mehr schön. Abgenutzt, unansehnlich – man kann sie weder flicken noch wie bei einem Geburtstagskind etwas "schminken" oder «die Haare färben», sie muss ersetzt werden.
Also besorgte ich einen größeren Fahnenmast für eine anständige Schweizer-Fahne, welche auch meinem grossen Haus gerecht wird.
Kann mir jemand kurz helfen, die noch größere Fahne zu zeigen?
Diese war eindrucksvoll, wurde allerdings bald vom Wind zerrissen – die Ränder rissen ein, und die die Ränder der Fahne wurde stark beschädigt.
Meine zerrissene Mega-Schweizerfahne – kam mir gestern beim Joggen in den Sinn
Für mich wurde die zu grosse zerrissene Fahne zu einem Sinnbild – sowohl für unser Land als auch für mich persönlich: Eine kleine Fahne war nicht genug, es musste eine immer grössere sein. Der Wunsch nach immer mehr Größe ist menschlich, hat aber auch Risiken und kann sogar zerstörerisch sein.
Wir haben heute mitbekommen, wie erpressbar wir sind, wenn die USA die Zölle willkürlich anpasst und sich um alle Regeln futiert. Wie heikel ist es für ein kleines Land, wie die Schweiz zu stark von anderen Ländern abhängig zu sein. Wie sind wir als KMU, wenn wir nicht nur in die USA (das sogenannte Land der unbegrenzten Willkür) exportieren und viele vielleicht kleinere Kunden haben.
Ich habe diese Woche gesehen, dass wir in der Schweiz eine Bank haben, die eine Bilanzsummen von 1,67 Billionen CHF hat – das entspricht den Steuereinnahmen der Schweiz für rund sieben Jahre. Der sehr erfolgreiche CEO meinte, die Bank müsse noch weiter wachsen, noch grösser werden, noch eine grössere Fahne haben. Verstehen Sie mich richtig, ich bin stolz auf jede Person, Firma, die etwas grosses tut. Aber wenn die Größe einer Firma, einer Person oder auch einer Partei oder eines Politikers zu groß wird, kommt das meist nicht gut. Das gilt auch für mich persönlich und für unsere Politik.
Wie groß müssen wir werden? Reicht Größe überhaupt? Braucht es immer noch mehr Wachstum in allen Bereichen? Wie viel ist genug, und was ist gefährlich oder zerstört die Natur?
Ist es nicht heikel, wenn wir als Land oder Firma, aber auch als Mensch, die Bodenhaftung verlieren und von unseren eigenen Wünschen zerrissen werden, wie diese große Fahne, die einfach zu groß war?
Größe allein macht nicht glücklich – das sage ich als jemand, der selbst 1,91 m groß ist und als Unternehmer gerne die ganze Welt erobert hätte. Lieber eine kleine, gepflegte Fahne – sie ist überschaubar, pflegeleicht, kostengünstiger und erfüllt ihren Zweck.
Vielleicht reicht doch eine kleine Fahne?
Vielleicht reicht es, wenn wir als Land einfach ein kleines, neutrales, unabhängiges und sehr erfolgreiches Land sind, das mit seinen Nachbarn gut auskommt und sich möglichst aus fremden Händeln heraushält und diversifiziert aufgestellt ist.
Nicht immer die grösste Fahne haben zu wollen, seine Grenzen zu kennen und den eigenen Garten zu pflegen, kann sehr befreiend sein und hat also auch etwas mit Freiheit zu tun.
Letze Woche traf ich einen rund 60 jährigen Freund in Luzern. Er hat vor einigen Jahren seinen Job verlor und sich selbstständig machte. Ich fragte ihn, wie er damit umgeht, dass er jetzt nicht mehr so wichtig ist und seine grosse Fahne sinngemäss abgeben musste. Er sagte, er habe gelernt, in der zweiten Reihe glücklich zu sein. Nicht mehr auf das Rampenlicht ausgerichtet – und er fühlte sich freier.
Meine zu grossen Fahnen im Garten wurden von den starken Winden, nun habe ich in der Landi wieder eine kleine schöne für 19 Franken gekauft.
Bäretswil, Wappenswil, die Schweiz – sind klein. Doch liegt die Stärke nicht oft im Kleinen, im eigenen Lebensgarten, den wir pflegen dürfen?
Erlauben Sie mir als EVP‑Politiker auch einen Hinweis auf das Zentrum unserer Schweizerfahne, das Kreuz – Symbol des Christentums bzw. Christi:
Seit der Schlacht von Laupen vor über 700 Jahren verwenden wir dieses Symbol, ein christliches Symbol, das darauf hinweist, dass wir in allen Schwierigkeiten sei es als Land, Kanton oder Gemeinde oder auch im persönliche täglichen Beziehungsumfeld oder Stress auch Gott vertrauen dürfen, so wie wir dies ja in der Nationalhymne auch alle singen, Betet freie Schweizer betet. Es ist für mich auch eine Erinnerung: Auch wenn wir klein sind, tragen wir mit diesem Symbol, mit unserem Glauben und Zusammenhalt, etwas Großes in uns. Wir müssen nicht jedem neuen Trend folgen, nicht unseren eigenen Ansprüchen oder dem ständigen Vergleichen mit anderen – etwa auf sozialen Medien – erliegen oder uns herunterziehen lassen. Es ist gut so, wie wir sind, und diese Steine können wir getrost weit wegstoßen, egal ob wir mit großer, mittlerer oder kleiner Lebensfahne unterwegs sind.
In diesem Sinne danke ich euch für die Einladung und wünsche euch weiterhin ein
Stellungnahme zum Leserbrief «Nein zur falschen und überflüssigen…» von Markus Wäfler (Dienstag, 20. August), von Gerhard Fischer, Bio-Landwirt.
Schon vor über 30 Jahren habe ich mit meiner Familie unseren Bio-Bauernhof auf biodiversitätsfördernde Massnahmen ausgerichtet. Unterdessen bewirtschaften mein Sohn und seine Frau mit ihrer Familie den Hof mit den vielen Blumenwiesen, den Hecken und dem noch weiter vergrösserten Hochstammobstgarten in gleicher biodiversitätsfördernder Weise weiter. Die grosse Vielfalt auf dem Hof hat sichtbar positive Auswirkungen. So brüten beispielsweise jedes Jahr zwei bis drei Neuntöterpaare in unseren Hecken und finden reichlich Nahrung in ihrer nächsten Umgebung.
Meine eigene langjährige Erfahrung zeigt: Die Blumenwiesen auf unserem Hof bringen zwar einen etwas kleineren Ertrag, aber nebst der immer grossen Vielfalt an für die produzierende Landwirtschaft unverzichtbaren bestäubenden Insekten ist das Dürrfutter aus diesen Wiesen von hochstehender Qualität für die Tiergesundheit unserer Rinder und Kühe.
Biodiversitäts-Flächen sind keineswegs ein Verlust für die produzierende Landwirtschaft. Sie tragen auch entscheidend zu einer Regeneration und Gesundung des Bodens bei. Ausgelaugte Böden können sich erholen und finden zurück zur ursprünglichen Fruchtbarkeit und Ertragskraft. Sie tragen entscheidend dazu bei, dass diese Flächen auch als Reservoir für eine Umwelt- und Biodiversitätsschonende, ertragreiche Landwirtschaft für zukünftige Generationen erhalten bleiben. Dazu motiviert mich auch immer wieder mein vierjähriger Enkel, der im Brustton der Überzeugung verkündet, dass er Bauer werden und den Hof einmal weiter bewirtschaften will.
Leserbrief Biodiversitätsinitiative,
Stellungnahme zum Leserbrief «Nein zur falschen und überflüssigen…» von Markus Wäfler (Dienstag, 20. August), von Gerhard Fischer, Bio-Landwirt
Im Jahr 2023 konnte die schon länger erwünschte Verjüngung des Vorstandes realisiert werden. Es bedeutet Freude und Zuversicht, dass der Generationenwechsel dank der Bereitschaft engagierter Persönlichkeiten umgesetzt werden durfte.
Einstimmig gewählt wurde an der Generalversammlung Urs Fischer als Präsident, auch Markus Rechsteiner, welcher das Ressort Finanzen übernahm. Von Amtswegen wurde auch Christian Fischer Gemeinderat, neu in den Vorstand gewählt. Die bisherigen Vorstandsmitglieder, Elisabet Marzorati Sekretariat, Philipp Probst Website und Gerhard Fischer Medien, wurden im Amt bestätigt.
An dieser Stelle gilt unser herzlicher Dank unserem bisherigen Präsidenten Philipp Probst, der die Geschicke unserer Ortspartei mit viel Einsatz und Engagement während 25 Jahren geführt hat. Er hat dabei verschiedene lokalpolitische Herausforderungen unserer Ortspartei zusammen mit dem Vorstand erfolgreich und mit Durchhaltewillen gemeistert.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Aktivitäten im Berichtsjahr waren die kantonalen- und eidgenössischen Wahlen. Bei den Kantons- und Nationalratswahlen war Christian Fischer einer der Kandidierenden auf beiden Listen. Er hat ein beachtliches Resultat an Stimmen erhalten.
Am 11. Januar konnte dank der Organisation durch Philipp Probst, auch bei uns in Bäretswil ein interessanter Abend mit Peter Strack zu seiner Buchvernissage mit dem Thema «Praktisch und Nachhaltig, Energie- und Gesellschaftswende» mit erfreulicher Besucherzahl durchgeführt werden.
Wir durften im Berichtsjahr wiederum am Neuzuzügeranlass unsere EVP mit einem Stand präsentieren.
All unseren Behördenmitgliedern gilt unser herzlicher Dank für ihren unbezahlbar - wertvollen Dienst an den Menschen und der Umwelt unserer Gemeinde.
Auch für das vergangene Berichtsjahr gilt, dass unsere EVP-Ortsgruppe durch Vorstand und Behördenmitglieder aktiv-sichtbar am politischen Geschehen unserer Gemeinde teilgenommen und mitgestaltet haben.
Nicht zuletzt herzlichen Dank allen die unsere EVP auch ideell und finanziell unterstützen und allen Freiwilligen für ihren unermüdlichen, selbstlosen Einsatz in den verschiedenen Belangen unserer Gemeinde.
Die EVP Wetzikon und Hinwil luden zu einem kontradiktorischen Info-anlass zum Thema Windkraft. Und die Leute kamen. Der Kronensaal war mit über 80 Interessierten sehr gut besetzt.
Wie viel Energie brauchen wir in zwanzig Jahren? Wie wirkt sich die Verschiebung des Energieverbrauchs von fossiler zu erneuerbaren Energien aus? Wie gross ist das Potenzial von Windenergie im Kanton Zürich?
Fragen über Fragen. Viele der zahlreichen Anwesenden erklärten, dass sie sich noch nie mit dem Thema Windengergiegewinnung im Zürcher Oberland befasst haben. Andere sind, als erklärte Befürworter oder Gegnerinnen gekommen und wollten ihrer Überzeugung Gehör verschaffen.
Verschiedene Vorstösse im Kanton und in den Gemeinden
Die Wetziker EVP-Parlamentarierin Andrea Grossen-Aerni führte in das Thema ein und erläuterte, was in den verschiedenen Gemeinden im Zürcher Oberland politisch derzeit in Sachen Windenergiegewinnung geht. Kantonsrat Daniel Sommer erklärte den Willen von Baudirektor Martin Neukom, der in der Windenergie saubere Energie aus der Region für die Versorgungssicherheit speziell im Winter sieht und Windkraftwerke in zahlreichen Potentialgebieten im Kanton Zürich als zukunftsweisend.
Rentabilität gering
Dozent und Lernberater Pierre-Yves Martin und der Mathematiker Martin Maletinsky vertraten die Kritiker von Windkraftwerken im Zürcher Oberland. Neben den landschaftlichen Aspekten, welche an Visualisierungen veranschaulicht wurden, betonten die beiden Vertreter von «Freie Landschaft Schweiz» die mangelnde Rentabilität von Windkraftanlagen in diesen Breitengraden.
Wind- ergänzt Sonnenenergie
Daniel Diggelmann von Pro Wind ZH aus Wald definierte die Windenergie als einheimische und saubere erneuerbare Energie. Er legte dar, wie eine wachsende Bevölkerung auf die Realisierung aller möglichen Potentiale angewiesen ist. Windenergie, die vor allem im Winterhalbjahr anfällt, ergänze den Solarstrom, der seine Stärke im Sommer habe, in idealerweise und lasse die Wertschöpfung in der Region.
«Unsere Landschaft nicht aufs Spiel setzen!»
Der kontradiktorische Anlass wurde von Dorothe Kienast, Wetzikon geleitet. Bezeichnend für die unterschiedlichen Sichtweisen diskutierten die einen «Windrädli», die anderen «Windkraftanlagen».
Stellvertretend für die Zuhörenden, welche aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr zu Wort kamen, das Votum eines älteren Einwohners aus Wernetshausen, der dazu ermahnte, das Bachtelschutzgebiet nicht aufs Spiel zu setzen. (evp)
Mit den drei Unternehmern Nik Gugger, Daniel Sommer und Michael Müller diskutierten wir anlässlich einer Matinee im Kronensaal Wetzikon darüber, was ethisches Unternehmertum aus politischer und wirtschaftlicher Sicht bedeutet und vor allem auch, wie die drei Unternehmer ethisches Unternehmertum in ihren eigenen Unternehmen konkret leben und umsetzen.
Respekt, Würde und Gerechtigkeit halten unsere Gesellschaft zusammen. Darin dürfen Armut, Ausbeutung und Zerstörung unserer Umwelt keinen Platz haben. Um mehr Verantwortung fürs Gemeinwohl zu übernehmen, braucht es ethisch handelnde Unternehmen.
Aus dieser Überzeugung heraus hat die EVP Bezirk Hinwil die drei Unternehmer Nik Gugger (Winterthur, Inhaber u.a. von Herzkraftwerk AG ConCordis GmbH, Nationalrat, Winterthur), Daniel Sommer (Affoltern a.A., Inhaber Sommerholz, Kantonsrat und Michael Müller (Hombrechtikon, CEO Ancora Meilestei, Wetzikon/Maur/Wil) eingeladen um von ihnen zu hören, was für sie ethisches Unternehmertum bedeutet.
Die drei Unternehmer führten eindrücklich aus, wie vielfältig die Aspekte zu einem ethischen Unternehmertum sind. Sei es das Führungsverständnis und die Unternehmenskultur in der Unternehmung selbst, der gesellschaftliche Beitrag z.B. als Arbeitgeber oder Steuerzahler, oder auch das Wirtschaften mit Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Die spannenden Beispiele der drei Unternehmer und die angeregte Diskussion zeigte: ethisches Wirtschaften kann nicht einfach 'gefordert' werden und Punkt. Es gilt Rahmenbedingungen zu schaffen, welche ethisches Wirtschaften auch fördert und belohnt. Wir stehen alle in der Verantwortung. Sei es bei der Arbeit, im politischem und gesellschaftlichem Engagement oder auch als Konsument.
Wir blicken auf einen spannenden Vormittag mit angeregter Diskussion zurück, welche von den Gemeinderätinnen Carola Arn, Rüti und Heidi Weiss, Bauma gekonnt geführt wurde.
EVP Bezirk Hinwil
Das erste Projekt auf dem Hunziker Areal in Zürich-Leutschenbach der Baugenossenschaft «mehr als wohnen» gibt Antworten auf veränderte Wohnbedürfnisse und gesellschaftlichen Wandel. Ihre Vision ist die 2000-Watt-Gesellschaft. Energieeffiziente Gebäude, neue Technologien, wenig Autos, bewusster zusammen wohnen durch gemeinsame Aktivitäten: Projekte, Feste, Nachbarschaftshilfen, Teilen, usw. unterstützen einen umweltschonenden Lebensstil und sparen Ressourcen.
Nach dem Rundgang durch das Areal, begrüsste Sandra Gallizzi, Gemeinderätin und Präsidentin EVP des Kreises Zürich 11/12 die vier Referenten, Dr. Felix Ruther führte ins Thema ein. Ihre kurzen Inputs im Sinn von Sokrates: «Konzentriere deine Kraft nicht auf das Bekämpfen des Alten, vielmehr formuliere das Neue».
Matthias Probst, Vizepräsident «mehr als wohnen», Gemeinderat der Grünen in Zürich, selbst Mitbewohner in einer vierzehnköpfigen Cluster-WG, führte den Rundgang durch die über 13 energieeffizienten Gebäuden mit 1300 Bewohner, Gebäude, die mit unterschiedlichsten Baumaterialien erstellt wurden. Ein wichtiges Ziel war die Annäherung an die 2000Watt-Gesellschaft. Die gute Isolation der Gebäude erlaubt es, dass nur wenige Wochen geheizt werden muss, was mit der Abwärme vom nahen Rechenzentrum geschieht.
Begegnungs- und Spielplätze, wie die Allmend Räume, sind Treffpunkte. Eine gut eingerichtete Werkstatt, Sauna und einiges mehr, die grosszügigen Treppenhäuser und knapp gehaltene Loggias veranlassen aus dem Haus herauszugehen. Anfallende Arbeiten für die Quartiergemeinschaften werden geteilt und ehrenamtlich ausgeführt. Die Bewohnenden sollen sich auf natürliche Weise begegnen und in Kontakt kommen. Damit die Siedlung nicht zur Schlafstadt wird, sind die Erdgeschosse dem Gewerbe vorbehalten. Auf den Grünflächen können richtige Bäume wachsen, da es fast keine Tiefgaragen und kaum oberirdische Parkplätze braucht, weil die Bewohnenden keine eigenen Autos besitzen.
Peter Strack, Autor des Buchs «Praktisch & Nachhaltig». Leider bestätigte es sich in seiner Forschungsarbeit, dass allein mit neuen innovativen technologischen Errungenschaften sich das Ziel bis 2050 nie erreichen lässt. Es braucht begleitend einen Gesinnungswandel von uns allen, zur Genügsamkeit. Hier auf dem Areal wird aber eine hohe Lebensqualität, trotz Einschränkungen erreicht.
Seraina Kiener. Als Bewohnerin zeigte sie die differenzierten Beziehungsmöglichkeiten zu Wohnungsnachbarn, im Haus und auf dem Hunziker-Areal. Als Psychologin im Forschungsgebiet Klimawandel und seine Auswirkungen erklärt sie, dass die meisten akzeptieren, dass der selbst verursachte Klimawandel ein ernsthaftes Problem ist und Veränderungen dringend notwendig sind, um ein sicheres Klima wiederherzustellen. Trotzdem vermeiden es aber viele, darüber nachzudenken, ihr Verhalten zu ändern. Es gibt zahlreiche psychologische Faktoren, die zur Vermeidung, Verharmlosung und Verleugnung beitragen. Es gilt den Umgang mit Gefühlen, die der Klimawandel auslöst, wie Trauer, Angst und Wut zu lernen, damit diese uns nicht überwältigen und zur Verdrängung führen. Sie anzuerkennen, mit anderen darüber das Gespräch und soziale Unterstützung zu suchen, sind wirksame Strategien, um Klimaängste und -sorgen zu bewältigen.
Daniel Sommer, Kantonsrat und Nationalratskandidat. Als Nationalrat möchte er Antworten auf unseren gewöhnlichen Alltag: Wie lässt sich eine intakte Umwelt erhalten? Was erfordert der Kampf für eine Energieversorgung aus einheimischen, erneuerbaren Quellen? Wo müssen wir mutiger und innovativer sein, um unsere Abhängigkeit vom Ausland zu reduzieren? Welche Investitionen in Wasserkraft, Solaranlagen oder Windenergie stärken auch unser Gewerbe und schaffen Arbeitsplätze der Zukunft?
In Bern möchte er für tragfähige Kompromisse kämpfen. Denn eine enkelfreundliche Zukunft können wir nur zusammen bauen. Keine Kompromisse will er eingehen, wenn Ethik zur blossen Worthülse verkommt und Greenwashing lediglich Tatenlosigkeit verbirgt. Die Grundwerte unseres christlich-abendländischen Kulturkreises geben ihm die Richtung vor.
Ein Apéro Riche im Restaurant auf dem Areal liess die Gäste verweilen und den Abend gemütlich ausklingen.
Philipp Probst
Die Hoffnung auf eine gute Zukunft taumelt. Was an Lebenswerten auch für kommende Generationen entscheidend wichtig ist, droht zu schwinden. Da ist mir der kommende Kirchentag in seiner thematischen Ausrichtung ein ermutigender Hoffnungsschimmer. Menschen aus verschiedensten Kirchen wagen es, als Hoffnungs-Vermittler zu feiern und zu agieren.
Ja, dazu fordert Jesus Christus heraus. Auch mich persönlich. Sein Ruf ist eindeutig. Christus erlöst und befreit! Menschen und die ganze Schöpfung sind ihm über alles wichtig. Er will mich an seiner Seite. Ich darf mit seinen Augen sehen lernen. Liebevoll und fürsorglich mit anderen Menschen unterwegs sein, mit ihnen nach hoffnungsvollen Perspektiven suchen.
Sei es, dass meine Frau und ich Flüchtlingen ein neues Zuhause bieten. Sei es als Vater einer Grossfamilie, meinen 23 Enkelkindern bewusst Begleiter zu gelingendem Leben sein wollen. Sei es in meiner Verantwortung von sozialen Organisationen, Leitung und Mitarbeitenden eine wertschätzende und motivierende Stütze zu sein. Sei es als Präsident der grössten Naturschutzorganisation unseres Kantons, im Kampf für eine schöpfungsgerechte Biodiversität. Sei es als pensionierter Biobauer: Ich unterstütze Sohn und Schwiegertochter im schöpfungsnahen Bauern.
Christus gibt uns Hoffnung. In allem, was uns anvertraut ist, will Glaube Hände und Füsse bewegen. Das ist am Kirchentag 2023 zu feiern und so auch zu leben!
Gerhard Fischer
Wir empfinden es als höchst bedenklich, wie ein wichtiges und effektives Gesetz, welches schützt was uns wichtig ist, so heftig mit an den Haaren herbeigezogenen, egoistischen Argumenten bekämpft wird:
Wem das Überleben nachfolgender Generationen in einer möglichst intakten Umwelt am Herzen liegt, begrüsst die Massnahmen des vorliegenden Klimaschutz-Gesetzes.
Gerade jene, welche immer auf Eigenverantwortung pochen, müssten den Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative, der den effektiven Klimaschutz ohne neue Verbote und Steuern will, begrüssen. Im Weitern ist die Gesetzesvorlage geprägt von wirtschaftlichen Anreizen. Mit dem pragmatischen Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative wird eben gerade auf Investitionen und die Förderung von Innovationen gesetzt. Das Klimaschutz-Gesetz macht unsere Schweiz und ihre Wirtschaft zukunftsfähig und befreit uns von der Abhängigkeit von Öl- und Gas-Importen aus zunehmend unsicheren Ländern, welche unseren demokratischen und ethischen Grundwerten widersprechen.
Wir wollen dezidiert nicht nur kurzsichtigen Eigennutz. Wir wollen Verantwortung für kommende Generationen übernehmen und sagen deshalb aus Überzeugung JA zum Klima-Gesetz
Gerhard und Christian Fischer, Elisabet Marzorati, Philipp Probst, Markus Rechsteiner, Urs Fischer
Zu den Behördenwahlen 2022 in Bäretswil von Sam Urech unter Nau.ch Lokal ein interessanter Artikel: "SVP lässt Federn!»
Dass in Adetswil die äusserst baufällige Turnhalle ersetzt werden muss, ist unbestritten und dringend. Dies begrüsst die EVP.
Der Platz auf dem Schulareal ist jedoch schon jetzt begrenzt und lässt im Gegensatz zur Forderung der Initiative dort keine zweite Turnhalle zu. Dies auch deshalb, weil in Adetswil zusätzlich eine Aula, ein Blockzeitenraum und ganz besonders auch genügend Pausenraum inskünftig für einen vernünftigen Schulbetrieb unverzichtbar sind.
So sehr der Wunsch von Vereinen für mehr Hallenkapazität nachvollziehbar ist, so ist es angezeigt, die aktuellen Bedürfnisse der Schule höher zu priorisieren.
Aus diesen Gründen kann die EVP einer zweiten Halle, welche leider nur zu Ungunsten des Platzbedarfs der Schule Adetswil verwirklicht werden könnte, nicht zustimmen. Sie lehnt die Initiative ab und unterstützt den Gegenvorschlag des Gemeinderates.
Für das Gespräch über den Bau einer weiteren Halle zu gegebener Zeit an einem anderen Ort in Bäretswil, ist die EVP durchaus bereit.
EVP unterstützt Schulausbau Maiwinkel, Nov. 2020
Die EVP Bäretswil stimmt dem Objektkredit zur Sanierung des Schulhauses Maiwinkel einstimmig zu. Sie begrüsst die Erhaltung und den Ausbau des Schulstandorts in der Aussenwacht grundsätzlich. Die Differenz gegenüber der ursprünglichen Grobkostenschätzung und dem nun vorliegenden Kostenvoranschlag sei zudem transparent und nachvollziehbar, wie die Partei mitteilt. Die EVP Bäretswil ist im Weiteren der Meinung, dass die Finanzsituation der Gemeinde Bäretswil mit dem vergleichsweise sehr tiefen Steuerfuss sehr gut sei und deshalb auch die weiteren Investitionsvorhaben wie der Ausbau der Turnhalle Adetswil und der Schulanlage Dorf nicht aufgeschoben werden sollten. Den Geschäften der Gemeindeversammlung stimmt die EVP ebenfalls einstimmig zu.