Lea Blattner hatte am 12. Januar 2026 ihren Rücktritt aus dem Co-Präsidium der Jungen EVP sowie aus weiteren Parteigremien auf den Frühling 2026 angekündigt. Sie machte dabei öffentlich, dass sie seit ihrem Coming-out neben viel Zuspruch auch Hass und Drohungen erlebt hat. Die EVP Schweiz verurteilt Hass, Drohungen und Anfeindungen klar (siehe Stellungnahme).
Gemeinsamer Start der Aufarbeitung
Vor wenigen Tagen fand ein erstes persönliches Treffen zwischen Lea Blattner und einer Vertretung der Parteileitung der EVP Schweiz statt. Das Gespräch bildet den Auftakt für einen gemeinsam getragenen Aufarbeitungsprozess.
Konkrete Massnahmen
Die EVP Schweiz setzt konkrete Schritte um: Dazu gehört die Einrichtung einer unabhängigen Anlaufstelle für Mitglieder, die mit Hass, Drohungen, Diskriminierung oder belastenden Konflikten konfrontiert sind. Zudem werden Massnahmen geprüft und umgesetzt, um das Umfeld innerhalb der Partei noch sicherer zu machen. Dabei werden auch externe Fachpersonen beigezogen. Die konkreten Details sind in Ausarbeitung.
Umgang mit Hassnachrichten und Drohungen
Im Verlauf der letzten Monate standen für Lea Blattner der Schutz ihrer psychischen Gesundheit und ihre persönliche Sicherheit im Vordergrund. Entsprechend liegen nur noch vereinzelte Hassnachrichten vor, die überprüft werden konnten. Auf dieser Grundlage liegen derzeit keine Hinweise vor, die eine eindeutige Zuordnung zu Parteimitgliedern zulassen. Diese Feststellung entspricht dem aktuellen Kenntnisstand der Partei und ist nicht als Bewertung oder Relativierung der persönlichen Erfahrungen von Lea Blattner zu verstehen. Die EVP Schweiz hält fest, dass Hass, Anfeindungen und Drohungen in keiner Form akzeptiert werden und unterstützt Lea Blattner auch künftig beim Umgang mit allfälligen weiteren Hassnachrichten.
Gegen den Absender eines anonymen Drohbriefes hat Lea Blattner Strafanzeige eingereicht. Sie wurde dabei von der EVP unterstützt. Die Ermittlungen laufen.
Gemeinsamer Weg
Die EVP Schweiz und Lea Blattner gehen die nächsten Schritte gemeinsam. Mit den eingeleiteten Massnahmen sollen Schutz, Vertrauen und ein respektvoller Umgang innerhalb der Partei nachhaltig gestärkt werden.
«Mir ist wichtig, dass aus meinen Erfahrungen konkrete Verbesserungen entstehen. Die Aufarbeitung soll dazu führen, dass Schutz nachhaltig und verlässlich gestärkt wird, damit es sicherer ist, Verantwortung in der EVP zu übernehmen. Diese Ziele können wir nur gemeinsam erreichen.»
Lea Blattner, abtretende Co-Präsidentin JEVP Schweiz
«Die EVP nimmt ihre Verantwortung ernst. Wir setzen alles daran, unsere Mitglieder gut zu schützen und ein respektvolles Miteinander auf allen Ebenen sicherzustellen.»
François Bachmann, Vize-Präsident EVP Schweiz
Kontakt:
Dominic Täubert, Leiter Kommunikation: 079 913 22 58